Aufbau der Schuleinheit

In den folgenden Abschnitten erhalten Sie eine Übersicht über den Aufbau und die Ziele der verschiedenen Schulstufen der Primarschule.

Kindergarten

Der Kindergarten ist formal Teil der elfjährigen Volksschule und dauert zwei Jahre. Die Kinder werden im Alter von vier bis sechs Jahren gemeinsam unterrichtet.

Der Lehrplan Kindergarten umschreibt Haltungen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse, die erworben, differenziert und weiterentwickelt werden sollen und somit Basis für das weitere Lernen in der Schule bilden.

Der Lehrplan differenziert die Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz durch Richt- und Grobziele und gibt Anregungen für die Umsetzung. Den Entwicklungsunterschieden der Kinder und der Heterogenität der Gruppe wird dabei Rechnung getragen. Der Kindergarten wird als Lebens-, Lern-, Entdeckungs- und Erfahrungsraum verstanden, indem das Spielen und das Verweilen der Kinder eine grosse Bedeutung haben.

Hauptziel ist es, das Kind in seiner Entwicklung zu fördern, es in eine erweiterte Gemeinschaft einzuführen und ihm damit den Übertritt in die Primarstufe zu ebnen. Unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten sowie das Lerntempo werden berücksichtigt.

Unterstufe (1. - 3. Klasse)

Der Unterricht an der Primarschule Kirchberg soll die Kinder dazu anregen, bereits vorhandenes Wissen und Können aktiv und kreativ in immer wieder neuen Situationen einzusetzen.

Die Kompetenzorientierung des Lehrplans 21 entspricht damit dem aktuellen Lehr- und Lernverständnis, an dem sich die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen und die neueren Lehrmittel bereits heute orientieren.

Kompetenzorientierung bedeutet im Unterricht, dass

  • das Vorwissen und die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in den Unterricht einbezogen werden.
  • die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, zusammenzuarbeiten und sich über unterschiedliche Lernwege, Konzepte u.a. auszutauschen.
  • die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, das eigene Wissen und Können mit neu zu Lernendem zu vernetzen.
  • sich die Lehrpersonen an den Kompetenzstufenbeschreibungen im Lehrplan und an den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler orientieren sowie Binnendifferenzierung ermöglichen.

Mittelstufe (4. - 6. Klasse)

Zum Lernverständnis des Lehrplans 21 passt ein Unterricht, welcher am Vorwissen und den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler ansetzt und diesen Gelegenheit gibt, Wissen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterzuentwickeln.

Das Erlangen von Kompetenzen steht dabei im Vordergrund.

Kompetenzorientierung bedeutet im Unterricht, dass

  • das Vorwissen und die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in den Unterricht einbezogen werden.
  • die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, Sachen und Situationen eigenständig zu erschliessen und zu bearbeiten.
  • die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben zusammenzuarbeiten und sich über unterschiedliche Lernwege, Konzepte u.a. auszutauschen.
  • die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, das eigene Wissen und Können mit neu zu Lernendem zu vernetzen und auf neue Kontexte zu übertragen.
  • Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen, Kompetenzentwicklung wahrnehmen und reflektieren.
  • sich die Lehrpersonen an den Kompetenzstufenbeschreibungen im Lehrplan und an den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler orientieren sowie Binnendifferenzierung ermöglichen.

 

 

Übertrittsverfahren

Am Ende des 6. Schuljahres wird der Übertrittsentscheid für den Wechsel in die Sekundarstufe I fällig. Dafür gilt folgende Regelung.

Ziel des Übertrittsverfahrens am Ende der 6. Klasse ist es, Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten und ihrer mutmasslichen Entwicklung demjenigen Schultyp und gegebenenfalls denjenigen Niveaufächern der Sekundarstufe I zuzuweisen, in denen sie am besten gefördert werden.

Die Entscheidung, welchen Schultyp oder welches Niveau die Schülerinnen und Schüler nach der Primarschule besuchen, soll im Idealfall von den Lehrpersonen, den Eltern und den Schülerinnen und Schülern gemeinsam gefällt werden. Als Entscheidungsgrundlage dienen die Schulleistungen der 5. Klasse und des ersten Semesters der 6. Klasse (Beobachtungszeit), die Einschätzung der möglichen Leistungsentwicklung sowie das Arbeits- und Lernverhalten.